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Kulturgut Streuobst

Streuobstwiesen sind sicher unter den schönsten und vielfältigsten Lebensräumen in Mitteleuropa ganz vorn zu nennen. Mit schätzungsweise über 5000 Tier- und Pflanzenarten sind sie besonders artenreich, darunter sind viele seltene und geschützte Arten wie der Steinkauz und die Bechsteinfledermaus.

Bunte Salbei-Glatthaferwiesen gehören durch die Intensivierung der Landwirtschaft inzwischen auch zum selten gewordenen Kulturgut und finden sich besonders häufig unter den Streuobstbäumen. Die züchterische Arbeit des Menschen hat seit vielen Jahrhunderten unzählige Obstsorten hervorgebracht, Fachleute gehen derzeit z.B. von über 1700 verschiedenen Apfelsorten aus. Die Sorten werden erforscht von der Pomologie, die aufgezeigt hat, welch wertvolles genetisches Potential für kommende Generationen sie darstellen.

Da die Streuobstwiesen vom Menschen angelegt wurden, ist es auch erforderlich, dass die Pflege und Bewirtschaftung durch den Menschen weiter erfolgt, sonst verfallen die Baumwiesen und verlieren viel von ihrem ökologischen Wert. Es muss im Sommer gemäht oder beweidet, im Herbst die Ausfälle an Bäume ersetzt und im Winter der Baumschnitt durchgeführt werden. Der Einsatz rund ums Jahr lohnt sich: die gesunden begehrten Früchte von der Streuobstwiese, meist von bewährten schmackhaften alten Sorten, die es im Supermarkt nicht zu kaufen gibt, sind Ausgangsprodukt für guten Apfelsaft und Apfelwein. Die damit verbundene Bewegung an frischer Luft kann laut einer Studie der Uni Tübingen, Arbeitsbereich Sportwissenschaft, manche Stunde im Fitnesscenter ersetzen.

Auch für die Kids gibt es viel Spaß, Naturbeobachtungen und Toben in der freien Natur und ganz nebenbei kann man lernen, wie Generationenverträge funktionieren. Was Großvater gepflanzt hat, kommt Kindern und Kindeskindern zugute. Seit einiger Zeit ist eine positive Entwicklung zu beobachten: junge Familien, oft aus dem Ballungsraum, möchten wieder etwas Land bewirtschaften und selbst erzeugte Produkte genießen.

Um Frankfurt herum gibt es viele Organisationen, die praktische Hilfe und Unterstützung geben bei der Vermittlung von Streuobstgrundstücken, bei dem Erlernen von Techniken zur Bearbeitung und bei der Weiterverarbeitung der Produkte zu Apfelsaft und Apfelwein,z.B. der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis: www.lpv-mkk.de, der Arbeitskreis Streuobst Maintal: www.streuobst-maintal.de, das MainÄppelHaus Lohrberg: www.mainaeppelhauslohrberg.de, der Pomologenverein Hessen: http://pomologen-verein.de/hessen.html und die örtlichen Naturschutz und Obst- und Gartenbauvereine.

Mehr zu Thema auch unter www.lebenslangeslernen.net

Red.: LLL/Barbara Fiselius LPV MKK
Foto: LPV MKK


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